Die bigMESSAGE-Manuskripte vom 4. bis 8. Mai 2026
Autor: Uwe Burkert, Speyer
Thema: Innen wie außen: Frühjahrsputz!
Montag, 4. Mai 2026, 20:45 Uhr

Wie sieht's bei Dir aus mit Frühjahrsputz? Denkste dabei auch an Dich selber? Mal aufzuräumen, auszumisten, abzustauben – was Dich im Innern bewegt, belastet, was Dir im Wege steht? Zum Beispiel Deine Vor-Stellungen, die sich vor Dich stellen, die Dir im Weg stehen und Dir die Sicht versperren: auf Deine Partnerin oder Deinen Partner, auf Deine Kinder, auf Nachbarinnen und Fremde – am Ende sogar auf Dich selber? Deine Vor-Stellungen, wie Deine Partnerin, Dein Partner zu sein habe, um Liebens würdig zu sein; Deine Vor-Stellungen, welchen Weg Deine Kinder nehmen sollen? Deine Vor-Stellungen von Nachbarinnen, Arbeitskollegen, Vereinskameradinnen und von Dir selbst – damit Du sie und Dich akzeptieren und respektieren kannst und womöglich sogar richtig gerne haben? Putzt Du auch Dein Inneres mal ordentlich durch jetzt im Frühjahr? Zum Beispiel auch Deine Vor-Stellungen von Gott? Wie Du glaubst und willst, dass er oder sie oder es ist und sich verhält: er oder sie oder es oder weiß der Himmel, wer Gott ist? Versprochen: wenn Du auch in Dir drin mal ordentlich entrümpelst, eröffnen sich Dir ganz neue Ansichten und Aussichten. Überraschende, unerwünschte, vieldeutige und famose - jedenfalls bewegende Aussichten. Bleib' bewegt und mach' Dich fit jetzt im Frühjahr – rundum!
Thema: Auferstehung: Ewig aufgehoben im großen Jetzt Gott?
Dienstag, 5. Mai 2026, 20:45 Uhr
"Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Das etwa? Wir leben immer nur im Jetzt. Denn die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, wir leben immer nur jetzt. Und dann isser auch schon wieder vorbei, der Augenblick, das Jetzt. Doch wundersamerweise finden wir uns im nächsten Moment schon wieder im nächsten Jetzt. Es fliegt uns zu sozusagen. Normalerweise. Bis zum Tod. Danach ist dann – kein Jetzt mehr. Sicher? Kein uns bekanntes und vertrautes jedenfalls mehr. Nur: was wissen wir, was kennen wir schon? Ist es nicht auf eine Weise, nach einem Leben voller immer wieder neuer "Jetzt", sehr unwahrscheinlich, dass damit irgendwann ganz und total Schluss sein soll? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass auch nach diesem Leben, nach dem Tod schon wieder ein neues Jetzt auf uns wartet? Nachdem wir doch jeden Tag aufs Neue und täglich tausende Mal in unserem Leben auferstehen von einem Jetzt ins nächste? "Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Ist es am Ende, wenn's keins ist, das immer währende, ewige aufgehobene Sein im großen Jetzt, dass die Religionen gern Gott nennen? Was meinst Du? Was - glaubst Du?
Thema: Drei Hasen, Dreifaltigkeit: für- und miteinander!
Mittwoch, 6. Mai 2026, 20:45 Uhr
"Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei": so lautet ein Rätsel-Vers, der beschreibt, was Du sehen kannst im Paderborner Dom im spätgotischen Kreuzgang: drei Hasen, zu einem Kreis verbunden an den Ohren so, dass Du den Eindruck hast, jeder Hase hat genau die zwei Löffel auf dem Kopf, die Hasen nun mal haben. Aber wenn Du durchzählst, kommst Du nur auf insgesamt drei Ohren. Das ist schon ein tolles Stück, schau Dir's mal an im Netz! Hinter der Hasen-Löffel-Spielerei steckt allerdings Mordstiefsinn. Denn die so schelmisch verbundenen Hasen sollen ein Bild sein für die Dreifaltigkeit, also den christlichen Glauben daran, dass Gott zwar einer ist und einzig, aber in drei "Personen" da ist, wie's so schön heißt, in drei Seins-Weisen: als Vater, Sohn und Heilige Geistkraft - wie die Bilder dafür lauten. Damit Du dabei keinen Knoten ins Hirn kriegst, ist damit übersetzt etwa gemeint: Gott ist kein statischer, steifer, starrer Block – sondern in sich schon lebendig und ein Miteinander, ein Gemeinsames und ein Zusammen, und zeigt so, wie und wofür wir Menschen ebenfalls da sein sollen: zusammen, füreinander, miteinander. Oder – was glaubst Du?
Thema: Super Brille – Modell "Vielversprechend"!
Donnerstag, 7. Mai 2026, 20:45 Uhr
Wetten, Du trägst eine Brille – auch wenn Du gar keine Brillenträger:inn bist? Durch die Du Deine ganz persönliche Sicht hast: nach draußen, in die Welt, auf Deine Mitmenschen, auf Dich selbst? Welche Brille haste heute auf? Und kennste schon das Modell "Vielversprechend"? Wenn Du mit dem Modell "Vielversprechend" nach draußen schaust, auf die Welt und Deine Mitmenschen, dann siehst Du viel mehr als nach dem ersten Augenschein. Du siehst hinter Fassaden, Minenspiel und Augen-Blicke. Das Modell "Vielversprechend" gibt Dir einen Einblick, was noch alles steckt im anderen, welches Potenzial Deine Mitmenschen haben, was da noch alles geht, gehen könnte. Und welche Möglichkeiten Ihr miteinander habt oder haben könntet. Durch das Modell "Vielversprechend" kannste sehen, ob und wie Ihr zusammen wachsen könnt und wie Ihr zusammenwachsen könnt. Das Modell "Vielversprechend" öffnet Dir die Augen für die göttliche Unendlichkeit, den ewigen Seelenfunken Gottes in Deinem Gegenüber – und in Dir selbst. Egal ob Du dabei den jüdischen, christlichen, muslimischen, hinduistischen oder Gott weiß wen Gott entdeckst. Magste's ausprobieren heute? Die Welt und Deine Mitmenschen zu betrachten durch diese Brille - Modell "Vielversprechend"?
Thema: Mamma mia - wie Gott? Danke, Mutter!
Freitag, 8. Mai 2026, 20:45 Uhr
"Wie eine Gebärende will ich nun schreien, ich schnaube und schnaufe!" (Jes 42,14b) Nanu, wer tobt denn da? Gott, laut Bibel. Der die Nase voll hat und sein Volk Israel in die Freiheit führen will aus dem Exil in Babylon. Der, wie Mütter nun mal sind, nicht länger mitansehen kann und will und schon gar nicht tatenlos – wie seine Kinder leiden. Gottes ausgesprochen mütterliche Züge zeichnet die Bibel auch ein paar Kapitel weiter. "Kann denn eine Frau ihr kleines Kind vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht. Sieh her", so Gott beim Propheten Jesaja: "Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände." (Jes 49,15f) Typisch Mutter. In der Regel jedenfalls. Mütter halten zu den eigenen Kindern bis zur Selbstaufgabe. Sind immer da und zur Stelle, selbst wenn die Kinder Bockmist bauen - oder werben sogar dann noch um Verständnis. Grenzenlose Solidarität: Mamma mia! Der Mensch ist ein Abbild Gottes als Mann und Frau - und Mütter sind es noch mal in ganz besonderer Weise. Lass' Dir das ruhig auf der Zunge zergehen zum Muttertag am Sonntag. Und dann: wie wär's zum Beispiel mit einem kleinen, wenigstens inneren Kniefall vor diesem Geschenk des Himmels – vor Deiner Mutter? Oder wenigstens ein paar Blumen, ein paar Pralinen – und ein bisschen Zeit?